Inklusion und muslimische Gesellschaft: Ein Workshop-Rückblick
Am 19. Januar 2025 lud die Regiogruppe NRW des Avicenna-Studienwerks Dima e.V. nach Düsseldorf ein, um einen Workshop zum Thema „Inklusion in der muslimischen Gesellschaft“ zu organisieren. Ziel der Veranstaltung war es, das Bewusstsein für Inklusion in muslimischen Gemeinschaften zu schärfen und praktische Lösungen für bestehende Barrieren zu entwickeln. 35 Stipendiaten nahmen an dem Workshop teil, der von den Referenten Sümeyra Altıntaş und Ahmet Erinola geleitet wurde.
Nach einer kurzen Vorstellung von Dima e.V. wurde das Thema Inklusion theoretisch eingeführt, mit Definitionen, Statistiken und einem Blick auf verschiedene Behinderungsarten. Besonders bereichernd war der islamische Blickwinkel, der durch historische Beispiele und theologische Impulse die Bedeutung von Inklusion in der muslimischen Tradition verdeutlichte.
In zwei Arbeitsphasen beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Herausforderungen und Lösungen für Menschen mit Behinderungen in Moscheen. Zunächst wurden Barrieren identifiziert, denen Menschen mit körperlichen, Hör- und Sehbehinderungen begegnen. Anschließend entwickelten die Gruppen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Inklusion, darunter barrierefreie Zugänge, die Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetschern und Materialien in Brailleschrift sowie Sensibilisierungskampagnen innerhalb der Gemeinden.
Die abschließende Fragerunde bot Raum für Reflexion und Austausch. Viele Teilnehmende lobten die praxisnahe Herangehensweise und nahmen wertvolle Impulse für ihre eigene Arbeit mit.
Dima e.V. bedankt sich bei der Regiogruppe NRW des Avicenna-Studienwerks für die Einladung und das Vertrauen sowie bei allen Teilnehmenden für ihre aktive Mitwirkung. Der Workshop war ein gelungener Beitrag zur Förderung von Inklusion in muslimischen Gemeinschaften. Ein Thema, das weiterhin in den Fokus gestellt werden sollte, um eine gerechtere und zugänglichere Gesellschaft für alle zu schaffen.
